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€ 600,- Entschädigung für Flugannullierung wegen Vogelschlags – „weiße Wendel″ brachte positives Urteil!

Die „weiße Wendel“: Sobald das Triebwerk läuft, entsteht ein Bild, das Vögel abschrecken kann.

Der Flug eines Passagiers von Wien nach Chicago mit Austrian Airlines wurde wegen eines Vogelschlags annulliert-dennoch erhält der Passagier die Ausgleichszahlung nach EU-VO 261/2004.

Ein Vogelschlag ist ein außergewöhnlicher Umstand, den die Fluglinie nicht beeinflussen kann. Daher ist eine Fluglinie meist von einer Ausgleichszahlung nach der Fluggastrechteverordnung befreit. Der FairPlane Vertragsanwalt Mag. Bernhard Passin hat in zweiter Instanz ein Urteil erwirkt, das zeigt: Selbst bei Vogelschlag kann die Fluglinie zur Zahlung verpflichtet sein.

Mag. Passin: „Das Handelsgericht Wien (zweite Instanz)hat in seiner Entscheidung gegen Austrian Airlines unserem Mandanten eine Entschädigung in der Höhe von 600 € zugesprochen. Ein Vogelschlag stellt einen außergewöhnlicher Umstand dar, aber diese Tatsache alleine entlastet das Luftfahrtunternehmen noch nicht. Vielmehr muss es nach Art. 5 Abs. 3 EU-VO 261/2004 auch darlegen und beweisen, dass sich die Annullierung oder Verspätung auch dann nicht hätte vermeiden lassen, wenn alle angemessenen und zumutbaren Maßnahmen ergriffen worden wären.“

Ausschlaggebend für das positive Urteil war die Tatsache, dass Austrian Airlines selbst in erster Instanz erläutert hat, dass an den Triebwerkspitzen eine Lackierung – die „weiße Wendel“ angebracht werden kann. Bei der Rotation verringert sich dann möglicherweise die Gefahr eines Vogelschlags. Ob diese Lackierung beim betroffenen Flugzeug angebracht worden ist oder nicht, hat Austrian Airlines selbst aber nicht weiter ausgeführt. Ein Luftfahrtunternehmen muss im Einzelfall aber auch solche Maßnahmen ergreifen, die nicht zwingend gesetzlich oder vertraglich vorgeschrieben sind. Es ist auch nicht notwendig, dass die gesetzte Maßnahme die Kollision tatsächlich verhindert hätte, es geht nur um die Verringerung des Risikos.

Über FairPlane

FairPlane (www.fairplane.at) gehört zu den führenden Fluggastrechteportalen in Europa und bietet als einziger Anbieter mehrere Services für die Durchsetzung von Fluggastrechten an: FairPlane hilft Verbrauchern bei Flugverspätungen, Flugausfällen, Überbuchungen, Ticketstornierungen und bei Problemen mit dem Gepäck. Als Legal Tech Start-Up kombiniert FairPlane modernste IT-Services und europaweite Expertise im Reiserecht. FairPlane ist ein Rechtsdienstleister und setzt die Ansprüche der Verbraucher mit auf Reiserecht spezialisierten Vertragsanwälten durch. Als europaweit erster Dienstleister bietet FairPlane für die Flugentschädigung nach EU-VO 261/2004 zwei Services an: „FairPlane Express“: Hier erhält der Betroffene eine Sofortentschädigung nach 24 Stunden. Bei „FairPlane Standard“ wird die Entschädigung erst im Erfolgsfall ausgezahlt. Das vielfach ausgezeichnete Unternehmen wurde im Jahr 2011 von den Geschäftsführern Andreas Sernetz und Michael Flandorfer in Wien gegründet und unterhält auch Büros in Deutschland, Spanien und Großbritannien. Seit Juni 2015 ist auch der Luftfahrt- und Reiserechtsexperte Prof. Dr. Ronald Schmid als Unternehmenssprecher mit an Bord, er ist einer der profiliertesten Juristen im Bereich Luftverkehrsrecht und führender Gestalter der Fluggastrechte.

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Alexandra Hawlicek
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