Entschädigung bei Verspätung mit Niki

Niki ist insolvent

Nach Eröffnung eines Insolvenzverfahrens  können die ausständigen Forderungen nur noch in diesem geltend gemacht werden.

Herr Prof. Dr. Flöther wurde mit Beschluss vom 13. Dezember 2017 zum vorläufigen Insolvenzverwalter über das Vermögen der NIKI Luftfahrt GmbH bestellt. Alle Tickets von NIKI haben ihre Gültigkeit verloren. Der Flugbetrieb wurde eingestellt (Grounding). Nähere Informationen finden sie auf den folgenden Seiten.

https://www.flyniki.com/de/start.php
https://www.airberlin-inso.de/start

Sobald die Gerichtszuständigkeit für das Insolvenzverfahren geklärt ist und das Verfahren eröffnet wird, können Forderungen angemeldet werden.

Weitere Informationen wird dann der zuständige Masseverwalter bekanntgeben.

Unser Unternehmenssprecher, Reiserechtsexperte Prof. Dr. Ronald Schmid fordert bereits seit Jahren nach einer EU-weiten Regelung, die ähnlich wie die Reisepreissicherung bei Pauschalreisen, im Fall der Insolvenz einer Fluglinie den Ersatz für die betroffenen Konsumenten sicherstellt. Der Pauschalreisende ist abgesichert, er erhält einen Ersatzflug ohne zusätzliche Kosten und der Reiseveranstalter muss sich um den Ersatzflug kümmern. Bei einer direkten Einzelbuchung bezahlt der Kunde den vollen Ticketpreis aber im Voraus und ist im Fall der Insolvenz extrem schlecht gestellt, da sein Anspruch in einem Insolvenzverfahren nur ganz gering ausfällt, und er hier selbst tätig werden muss. Dass ein Kunde, der eine Pauschalreise gebucht hat, besser gestellt wird als einer, der direkt bei der Fluglinie gebucht hat, ist nicht nachvollziehbar und bedarf dringend einer Änderung.

Prof. Dr. Ronald Schmid
Entschädigung bei Flugverspätung mit Fly Niki

Wissenswertes zur Fluggesellschaft Niki

Fly Niki wurde im November 2003 vom ehemaligen Formel 1 Weltmeister Niki Lauda mit Sitz in Wien gegründet und zunächst unter dem Namen Fly Niki geführt. Ausschlaggebend war die Insolvenz der Aero Lloyd Austria GmbH. Der erste Flug erfolgte am 28. November von Wien nach Teneriffa. Zwei Monate später erwarb Air Berlin einen Anteil von 24 Prozent. Im gleichen Jahr erfolgte der Ausbau des Flugverkehrs. Schon damals war der Transfer zwischen zwei Destinationen mit einer möglichen Flugverspätung verbunden. Im Jahr 2005 kam der einmillionste Fluggast an Board. Beliebt war die Fluggesellschaft Fly Niki aufgrund des ausgezeichneten Service. Im Jahr 2008 wurde die Flotte als auch der Flugverkehr stark erweitert, wodurch der Jahresgewinn auf 7.1 Millionen Euro verdoppelt wurde. 2010 steigert Air Berlin den Anteil auf 49.9 Prozent. Ende 2011 gab Niki Lauda auch die letzten Anteile an die deutsche Fluggesellschaft ab, wobei der Markenname Fly Niki bestehen blieb. Von 2012 bis 2017 war Niki Teil der Oneworld Alliance. Am 15. August meldete Air Berlin Insolvenz an. Zeitgleich mit Airberlin scheidet Niki am 27. Oktober 2017 als Mitglied aus der Oneworld Alliance aus. Niki sollte von Lufthansa übernommen werden, jedoch hatte es seitens der EU-Kommission starke Wettbewerbsbedenken gegeben. Am 13. Dezember zog Lufthansa sich als Käufer zurück, das Tochterunternehmen der insolventen Air Berlin meldete selbst Insolvenz an. Der Flugbetrieb wurde am 14. Dezember 2017 eingestellt.

Daten zur Fluggesellschaft Niki

IATA-Code:HG
ICAO-Code:NLY
Rufzeichen:FLYNIKI
Gründung:2003
Betrieb eingestellt:2017
Sitz:Wien, Österreich
Heimatflughafen:Flughafen Wien
Unternehmensform:GmbH
Leitung:Oliver Lackmann
Mitarbeiterzahl:840 (2017)
Umsatz:455,7 Mio. € (2014)
Fluggastaufkommen:4,9 Mio. (2014)
Allianz:oneworld und Etihad Airways Partners
Vielfliegerprogramm:topbonus
(von Air Berlin)
Flottenstärke:32
Ziele:National und international
Website:www.flyniki.com